Pfarrbüro: St.-Lioba-Platz 5, 97941 Tauberbischofsheim
Pfarrhaus: Schmiederstr. 23, 97941 Tauberbischofsheim
Liebe Brüder und Schwestern im Glauben,
ich möchte Sie auf diesem Wege grüßen und Ihnen ein wenig von mir erzählen: geboren wurde ich im November 1967 in Ersingen (heute Kämpfelbach) bei Pforzheim. Dort bin ich in einer kinderreichen Familie aufgewachsen und schon in jungen Jahren in den christlichen Glauben hineingewachsen. Dabei haben sicher viele Faktoren eine Rolle gespielt, vor allem aber großartige Menschen und die gute Gemeinschaft, die ich in der Kirche trotz aller Unvollkommenheit erlebt habe, nicht zuletzt bei den Ministranten und in den Sommerfreizeiten meiner Heimatgemeinde. Bei einem Ministranten-Zeltlager bin ich übrigens zum ersten Mal nach Tauberbischofsheim gekommen – vor 40 Jahren. Wer hätte gedacht, dass ich eines Tages als Pfarrer hierher kommen würde!
Lange Zeit war diese Berufung gar kein Thema für mich. Denn neben all den guten Erfahrungen mit Glauben und Kirche gab es in meinem Leben auch Fragen und Zweifel, die Infragestellung und Verunsicherung meines Glaubens durch Kritik von außen und durch abweichende Standpunkte anderer Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen. Vor diesem Hintergrund habe ich nach dem Abitur an der Universität Freiburg Theologie und Germanistik studiert, in der Hoffnung, tragfähige Antworten auf meine Lebens- und Glaubensfragen zu finden. Finanziert habe ich das Studium größtenteils durch Schichtarbeit in der Fabrik. Im Lauf der Jahre haben sich viele meiner Fragen geklärt. Dabei ist eine persönliche Beziehung zu Christus gewachsen, die ich nicht mehr missen möchte. Und es ist mir eine Freude geworden, den Glauben bewusst zu leben und zu feiern, ihn mit anderen zu teilen und weiterzugeben.
Im Dienst der Kirche durfte ich das schon an einigen Stellen tun: Als Seminarist in Sigmaringen und Freiburg-St. Georgen, als Diakon in Bad Säckingen, nach meiner Priesterweihe im Mai 2005 zunächst als Ferienvertreter in Bad Dürrheim und Ettenheim, dann als Kaplan in Hechingen und Karlsruhe-Durlach und schließlich als Pfarrer zwölf Jahre lang in Forbach. In all diesen Gemeinden habe ich wunderbare Menschen kennengelernt und eine gute Gemeinschaft erlebt, so dass am Ende jeder Abschied traurig war. Denn ich habe nicht nur den Arbeitsplatz gewechselt; ich musste jedes Mal Menschen verlassen, die mir ans Herz gewachsen waren. Doch das nehme ich bewusst in Kauf, weil es mir wichtig ist, mit den Leuten vor Ort persönlich in Kontakt zu kommen, als Priester im Maß des Möglichen präsent und ansprechbar zu sein und überhaupt in der Kirche mehr dem Vorbild einer Familie als dem einer Behörde zu folgen.
In diesem Zusammenhang möchte ich schon jetzt allen danken, die bei Ihnen dem Glauben Namen und Gesicht geben, sei es im Seelsorgeteam, im Pfarrbüro, im Pfarrgemeinderat, in den Gruppen und Gremien der Gemeinden und in den kirchlichen Einrichtungen (Kindergärten, Caritas etc.). Danken möchte ich ganz bewusst auch allen, die durch ihr Gebet und durch ihr Christsein im Alltag das Leben der Kirche vor Ort mittragen und mitgestalten. Mit meinem Dank für Ihr bisheriges Engagement verbinde ich die Hoffnung auf ein gutes und segensreiches Miteinander in der kommenden Zeit. Ich bitte Sie um Ihr Vertrauen und freue mich, in den nächsten Jahren mit Ihnen eine gemeinsame Wegstrecke des Glaubens und Lebens zu gehen.
Im Gebet verbunden grüßt und segnet Sie
Ihr Pfarrer Thomas Holler
Ihr Pfarrer Thomas Holler






