Kirche St. Markus, Distelhausen

 
Die Kirche St. Markus in Distelhausen zählt zu den schönsten Dorfkirchen des badischen Frankenlandes. Nachdem der Vorgängerbau der Kirche durch einen Blitzschlag vollkommen zerstört wurde, ist die heutige St. Markus-Kirche von 1731 bis 1738 nach Plänen aus der Schule von Balthasar Neumann erbaut worden. Zwischen 1738 und 1750 entstand anschließend die prachtvolle Rokokoausstattung im Innern der Kirche. Sowohl an den barocken Ausstattungsstücken wie an den spätgotischen Einzelfiguren zeigt sich deutlich der Einfluss Würzburgs als der ehemaligen künstlerischen Metropole dieser Landschaft.



Das Gemälde des Hochaltares zeigt den Evangelisten Markus beim Abfassen seines Evangelienbuchs. Die Figuren daneben stellen den Priester Aquilinus von Würzburg, den Frankenapostel Kilian, den Heiligen Bischof Burkhard sowie den Hl. Johannes Nepomuk dar.

Der linke Seitenaltar zeigt die Figur der Maria (Immaculata) mit Kind, das mit dem Kreuzstab nach dem Drachen zu Füßen Marias stößt. Die Kreuzwegstationen und das Kreuz gegenüber der Kanzel sind eine Arbeit aus dem 19. Jahrhundert. Die Orgel, 18 Register, 2 Manuale und Kegelladen, wurde 1878 von Louis Voit in Durchlach gebaut. Sie hat noch ihren originalen Zinnpfeifenprospekt. Im rechten Seitenaltar sehen wir den Heiligen Erzengel Michael mit gezücktem Flammenschwert und Seelenwaage.

Aus der St. Wolfgangskapelle stammt der an der Chorwand gegenüber stehende frühbarocke St. Wolfgang, sowie im Kirchenschiff unter der Empore die spätgotische Pieta mit dem Jünger Johannes.


Quelle: Schnell Kunstführer Nr. 1255,  Verlag Schnell & Steiner – München / Zürich  
W. Eitzenberger / Mai 2020


 
Pfarrkirche: Erbaut 1731-1738 nach Plänen aus der Schule von Balthasar Neumann
Ausstattung: u. a. Altäre von Benedikt Schlecht (1744),
gotische Skulpturen der Pieta und des hl. Wolfgang
Adresse:
Wolfgangstr. 2
97941 Tauberbischofsheim - Distelhausen



Bildergalerie zur Markuskirche

  
 

Wolfgangskapelle bei Distelhausen